Zum Inhalt springen
Lagerbestand bei Amazon geprüft · 91 Arten von Bootszubehör im Vergleich
Ratgeber · Sicherheit an Bord

Mit Hund aufs Boot: Sicherheit und Ausrüstung im Überblick

So fahren Sie sicher mit Hund Boot: Gewöhnung, Hundeschwimmweste mit Griff, Schatten, Rampe zum Rausholen aus dem Wasser und typische Fehler im Überblick.

Von Das BarcoEquipado-Team Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Wenn Sie über unsere Links kaufen, erhalten wir von Amazon eine kleine Provision, für Sie ohne Mehrkosten. So finanzieren wir die Website. So wählen wir aus.

Inhalt +

Immer mehr Skipper nehmen ihren Hund mit aufs Wasser, und gut vorbereitet ist er ein prima Mitsegler. Aber ein Boot ist kein Wohnzimmer: rutschige Decks, Sonne ohne Schatten, Wellen, Motorlärm und die Schwierigkeit, einen nassen 30-Kilo-Hund wieder an Bord zu bekommen. Dieser Ratgeber fasst zusammen, worauf es wirklich ankommt, damit die Ausfahrten für beide sicher und entspannt werden.

Tipp: Kurz gesagt: eine gut sitzende Schwimmweste mit Haltegriff, immer Schatten und Süßwasser, eine Möglichkeit, den Hund aus dem Wasser zu holen, und anfangs kurze Törns.

Vor der ersten Ausfahrt

Nicht jeder Hund mag Boote. Manche werden seekrank, andere erschrecken vor Lärm oder Wellen, und besonders aufgeregte springen im ungünstigsten Moment über Bord. Kennen Sie Ihren Hund, bevor Sie entscheiden, wie weit Sie fahren.

  • Gesundheit: Fragen Sie den Tierarzt, wenn der Hund ein Welpe oder Senior ist, eine kurze Nase hat (wie Möpse oder Bulldoggen) oder Herz- oder Gelenkprobleme. Diese Hunde leiden stärker unter Hitze und Anstrengung.
  • Impfungen und Papiere: Nehmen Sie Impfpass oder Heimtierausweis mit und achten Sie auf einen registrierten Mikrochip. Bei Grenzübertritten gelten die Einreiseregeln des jeweiligen Landes.
  • Grundgehorsam: „Bleib“, „Komm“ und „Warte“ sind mehr wert als jedes Zubehör.

Den Hund an Bord gewöhnen

  1. Zuerst im Hafen: Der Hund darf an Bord klettern, schnuppern und etwas fressen, während das Boot festgemacht ist.
  2. Motor an, ohne abzulegen: damit er sich an Lärm und Vibration gewöhnt.
  3. Kurze Törns bei ruhigem Wasser mit angelegter Weste schon vom Steg aus, damit er sie mit etwas Positivem verbindet.
  4. Ein eigener Platz im Schatten, mit Handtuch oder rutschfester Matte.
  5. Das Zurückholen üben: in einer ruhigen Bucht, bevor Sie es wirklich brauchen.

Leckerlis und Geduld wirken besser als Zwang. Wird Ihr Hund seekrank, füttern Sie ihn nicht unmittelbar vor dem Ablegen und sprechen Sie mit dem Tierarzt, bevor Sie Medikamente geben.

Die Schwimmweste für den Hund

Die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung betrifft die Personen an Bord; eine „offizielle“ Hundeweste gibt es nicht, informieren Sie sich über die Regeln in Ihrem Land. Trotzdem ist eine Weste dringend zu empfehlen, sobald der Hund bei Fahrt an Deck ist. Viele Hunde schwimmen gut, werden aber bei Wellen, Strömung oder großer Entfernung zum Boot müde, und am Griff lassen sie sich herausheben.

Worauf es bei einer Hundeschwimmweste ankommt:

  • Stabiler Rückengriff: das Wichtigste. Er muss das Gewicht des nassen Hundes tragen.
  • Auftrieb unter Hals und Brust: hält den Kopf über Wasser.
  • Auffällige Farben und Reflexstreifen: damit Sie ihn vom Boot aus sehen.
  • Ring für die Leine: praktisch am Steg und beim Landgang.
  • Passform: verstellbare Gurte und Größe nach Brustumfang. Eine lockere Weste dreht sich im Wasser.

Die richtige Größe finden

Gemessen wird der Brustumfang an der breitesten Stelle hinter den Vorderbeinen, dazu das Gewicht, jeweils nach der Größentabelle des Herstellers. Bei geschlossener Weste sollten nur zwei Finger zwischen Gurten und Körper passen. Liegt Ihr Hund zwischen zwei Größen, probieren Sie beide.

HundegrößeGewicht (ca.)Worauf achten
KleinUnter 10 kgLeichte Weste mit Kinnstütze und Griff
Mittel10 - 25 kgVerstärkter Griff und breite Gurte
GroßÜber 25 kgSehr stabiler Griff, guter Auftrieb vorne und eine Rampe zum Einsteigen

Den Hund aus dem Wasser holen

Ein Hund im Wasser kann zurückschwimmen, aber ihn an Bord zu hieven ist etwas ganz anderes, besonders bei hohem Freibord. Überlegen Sie vor dem Ablegen, wie Sie es machen.

  • Immer am Griff der Weste anheben, nie am Halsband.
  • Eine schwimmende Rampe an der Badeplattform oder eine Badeleiter mit breiten Sprossen erleichtert das Manöver enorm.
  • Ohne Rampe sind zwei Personen nötig: eine am Griff, eine stützt die Hinterhand.
  • Motor aus und sicherstellen, dass der Propeller steht, bevor jemand, auch der Hund, im Wasser ist.

Schatten, Hitze und Süßwasser

Hitze ist der Feind Nummer eins. Ein sonnenheißes Deck verbrennt die Pfotenballen, und ein hechelnder Hund ohne Schatten bekommt schnell einen Hitzschlag.

  • Dauerhafter Schatten: ein Bimini oder ein Sonnensegel für den Ankerplatz. Ein nasses Handtuch hilft im Sommer.
  • Immer Süßwasser in einem kippsicheren Napf. Hunde sollten kein Meerwasser trinken.
  • Rutschfester Boden: EVA-Decksbeläge haften viel besser als nasser Gelcoat und sind weicher für die Pfoten.
  • Mittagszeit: Vermeiden Sie im Hochsommer lange Ausfahrten zwischen 12 und 17 Uhr.

Geschäft und Sauberkeit an Bord

Am praktischsten ist ein Stück Kunstrasen in einer Ecke des Cockpits oder auf dem Vorschiff, mit einem vertrauten Geruch, damit der Hund es erkennt. Es wird mit einem Eimer Wasser abgespült. Bei kurzen Törns genügt ein Landgang davor und danach.

Halten Sie Handtücher, Kotbeutel und eine Bürste getrennt bereit. Spülen Sie nach der Rückkehr das Salz mit Süßwasser aus dem Fell, es reizt die Haut. Mit einer Kühlbox nehmen Sie frisches Wasser und Futter mit, ohne dass etwas verdirbt.

Typische Fehler mit Hund an Bord

Achtung: Diese Nachlässigkeiten führen am häufigsten zu Problemen.

  • Den Hund am Halsband hochziehen: Es kann ihm wehtun, und er kann herausrutschen.
  • Den Hund beim Anlegen oder Ankern frei an Deck lassen.
  • Schatten und Wasser in der Mittagshitze vergessen.
  • Den Hund kurz an Deck anbinden: Fällt er über Bord, kann er hängen bleiben.
  • Denken, ein guter Schwimmer brauche keine Weste.

Regeln in Häfen und an Stränden

Häfen und Strände haben eigene Regeln für Tiere, und viele Strände verbieten Hunde in der Badesaison oder erlauben sie nur an der Leine. Informieren Sie sich vor dem Landgang und haben Sie immer Kotbeutel, Leine und die Papiere des Hundes dabei. Gehen Sie vor dem Ablegen die Checkliste vor dem Auslaufen durch und lesen Sie, falls Kinder an Bord sind, auch den Ratgeber zu Kinder-Rettungswesten.

Empfohlenes Zubehör zu diesem Ratgeber

Häufige Fragen

Braucht ein Hund auf dem Boot eine Schwimmweste?+

Die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung betrifft die Personen an Bord, und die Regeln für Tiere unterscheiden sich, informieren Sie sich also über die Vorgaben in Ihrem Land. Trotzdem ist eine Weste mit Rückengriff dringend zu empfehlen, sobald der Hund bei Fahrt an Deck ist. Viele Hunde schwimmen gut, werden bei Wellen aber müde, und am Griff lassen sie sich herausheben.

Wie bekomme ich meinen Hund aus dem Wasser zurück aufs Boot?+

Am Griff der Weste anheben, niemals am Halsband. Bei großen Hunden helfen eine schwimmende Rampe an der Badeplattform oder eine Leiter mit breiten Sprossen sehr. Ohne Rampe sind zwei Personen nötig: eine am Griff, eine an der Hinterhand.

Wo macht der Hund auf dem Boot sein Geschäft?+

Am praktischsten ist ein Stück Kunstrasen in einer Ecke des Cockpits oder auf dem Vorschiff, mit einem vertrauten Geruch, damit der Hund es erkennt. Es wird mit einem Eimer Wasser gespült. Bei kurzen Törns genügt ein Landgang davor und danach.

Wie verhindere ich Seekrankheit und Überhitzung beim Hund?+

Beginnen Sie mit kurzen Törns bei ruhigem Wasser, füttern Sie nicht unmittelbar vor dem Ablegen und sorgen Sie immer für Schatten und Süßwasser. Ein Bimini und ein nasses Handtuch machen im Sommer viel aus. Wird Ihr Hund häufig seekrank, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Sicherheit an Bord → Alle Ratgeber ansehen →

Unsere Wahl

vidaXL 2-Bow Bimini Top mit Edelstahl-Clip Bootsverdeck Boot…

Preis ansehen