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Gewicht der Ankerkette nach Stärke: Tabelle in kg/m

Wie viel Ankerkette in 6, 8, 10, 12, 13 und 14 mm pro Meter und bei 30, 50 und 70 m wiegt. DIN 766, ISO 4565 und G43, Kettennuss-Teilung und Bugtrimm.

Von Das BarcoEquipado-Team Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit

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Bevor du die Kette tauschst, Meter dazunimmst oder eine Ankerwinde kaufst, solltest du eine Frage mit Zahlen beantworten: Wie viel wiegt sie? Das Gewicht entscheidet, ob die Winde sie ohne Mühe hochholt, wie tief der Bug geht und ob der Ankerkasten das aushält. Hier findest du die Metergewichte der gängigsten Stärken, die Summen für 30, 50 und 70 m und was du prüfen musst, damit die Kette auf deine Kettennuss passt.

Faustregel: Kalibrierte Kette nach DIN 766 wiegt etwa 0,8 kg/m bei 6 mm, 1,4 kg/m bei 8 mm, 2,25 kg/m bei 10 mm und 3,2 kg/m bei 12 mm. Im Wasser ist sie rund 13 % leichter.

Gewichtstabelle nach Kettenstärke (DIN 766)

DIN 766 ist die verbreitetste kurzgliedrige kalibrierte Kette auf europäischen Sportbooten. Das sind die Richtwerte:

StärkeGewicht (kg/m)Innere Gliedlänge / Teilung (mm)
6 mm0,818,5
8 mm1,424
10 mm2,2528
12 mm3,236
13 mm3,836
14 mm4,441

Das tatsächliche Gewicht schwankt zwischen Herstellern um 5-8 %, vor allem wegen der Dicke der Verzinkung. Bei 13 und 14 mm handelt es sich um branchenübliche Werte: Wenn du es genau brauchst, schau ins Datenblatt deines Herstellers.

Gesamtgewicht für 30, 50 und 70 m

Multipliziere das Metergewicht mit der Länge an Bord. Für die üblichen Längen (in kg, trocken):

Stärke30 m50 m70 m
6 mm244056
8 mm427098
10 mm68113158
12 mm96160224
13 mm114190266
14 mm132220308

In Seewasser verliert Stahl durch den Auftrieb rund 13 % seines Gewichts: 50 m in 10 mm wiegen im Ankerkasten 113 kg und hängend etwa 98 kg. Beim Ankerauf holt die Winde nur die hängende Kette (plus Anker), trotzdem sollte sie Reserven haben: Eine verbreitete Herstellerempfehlung ist eine maximale Zugkraft von etwa dem Dreifachen aus Ankergewicht plus gesamter Kette.

DIN 766, ISO 4565 und G43 sind nicht austauschbar

Zwei Ketten gleicher Stärke passen nicht unbedingt auf dieselbe Kettennuss. Entscheidend ist die Teilung, die innere Länge jedes Glieds, die zu den Taschen der Kettennuss deiner Ankerwinde passen muss.

  • DIN 766: die deutsche Norm für kalibrierte Kette, in Europa am weitesten verbreitet.
  • ISO 4565: bei 6 und 8 mm identisch mit DIN 766, aber bei 10 mm anders: 30 mm Teilung (statt 28) und etwa 2,3 kg/m. Bei 12 mm stimmen sie wieder überein (36 mm).
  • G43 (High Test, früher G40): die Zoll-Kette aus den USA. Bei gleicher Stärke fester und mit anderen Teilungen.
G43Gewicht (kg/m)Teilung (mm)
1/4" (6,35 mm)1,0921,6
5/16" (7,94 mm)1,5326,2
3/8" (9,53 mm)2,231
7/16" (11,11 mm)3,0735,6
1/2" (12,7 mm)3,8240,4

Der klassische Fehler: „10er-Kette“ kaufen, ohne auf die Norm zu achten. Eine ISO-Kette in 10 mm (Teilung 30) auf einer DIN-Nuss (Teilung 28) oder eine G43 in 3/8" (Teilung 31) springt über oder klemmt. Prüf vor dem Kauf Norm und Stärke, die auf der Kettennuss eingeprägt sind, oder frag den Windenhersteller nach der Teilenummer.

Wenn du nicht weißt, welche Kette du hast, miss die Innenlänge von 10 aufeinanderfolgenden Gliedern und teile durch 10: So bekommst du die Teilung viel genauer als an einem einzelnen Glied.

Wie das Kettengewicht den Bugtrimm verändert

Die Kette liegt im Ankerkasten, dem Punkt, der am weitesten von der Bootsmitte entfernt ist. Dort zählt Gewicht doppelt: Es drückt den Bug nach unten und verstärkt das Stampfen, weil das Boot dieses Gewicht bei jeder Welle anheben muss.

Ein Beispiel: 50 m in 10 mm (113 kg) plus ein 15-kg-Anker ergeben fast 130 kg ganz vorne. Das ist, als säßen ständig zwei Erwachsene im Bugkorb. Auf einer 9-10-m-Yacht merkst du das gegen die See und siehst es an der Wasserlinie.

  • Nicht mehr Kette mitnehmen als nötig. Wenn du immer auf weniger als 10 m ankerst, sind vielleicht 20 m zu viel an Bord.
  • Kette und Leine kombinieren, wenn deine Winde das kann: ein Stück Kette am Anker und der Rest als Leine wiegt deutlich weniger.
  • Nicht nach Gefühl dünner werden. Eine dünnere Kette ist leichter, hält aber auch weniger. In unserem Ratgeber zur Ankerkette steht, wie du die passende Stärke für dein Boot wählst.

Verzinkt oder Edelstahl

Bei gleicher Stärke wiegt Edelstahlkette praktisch genauso viel wie verzinkte: Stahl ist Stahl. Alles andere unterscheidet sich.

  • Feuerverzinkt: der Standard. Günstiger, in DIN 766 und ISO 4565 leicht zu bekommen und neu verzinkbar, wenn das Zink abgenutzt ist.
  • Edelstahl (A4/316): hinterlässt keine Rostflecken an Deck und im Ankerkasten, sieht gut aus und legt sich im Kasten besser ab. Kostet ein Vielfaches, und die Qualität schwankt stark zwischen Marken: Achte auf kalibrierte Kette und prüf die Teilung genau wie bei verzinkter.

Modelle, Stärken und Preise findest du bei den Ankerketten in unserem Vergleich. Und wie viel Kette du jeweils stecken musst, steht im Ratgeber Ankern Schritt für Schritt.

Häufige Fragen

Wie viel wiegt ein Meter 8-mm-Ankerkette?+

Kalibrierte Kette nach DIN 766 oder ISO 4565 in 8 mm wiegt etwa 1,4 kg pro Meter. 50 m wiegen trocken rund 70 kg und im Wasser etwa 61 kg.

Wie viel wiegt 10-mm-Ankerkette?+

Etwa 2,25 kg/m nach DIN 766 und 2,3 kg/m nach ISO 4565. 50 m wiegen rund 113 kg. Achtung: Beide haben unterschiedliche Teilungen (28 und 30 mm) und passen nicht auf dieselbe Kettennuss.

Wie viel wiegt Ankerkette im Wasser?+

Rund 13 % weniger als trocken, wegen des Auftriebs von Seewasser auf Stahl.

Ist Edelstahlkette schwerer als verzinkte?+

Bei gleicher Stärke praktisch nicht. Der Unterschied liegt im Preis, in der Optik und in der Qualität, nicht im Gewicht.

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