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Schmiermittel und Korrosionsschutz fürs Boot: Was kommt wohin

Salz macht aus Winschen, Schlössern und Schrauben Steine. Das passende Schmiermittel und der richtige Korrosionsschutz, rechtzeitig aufgetragen, verlängern die Lebensdauer des gesamten Beschlags. Hier steht, welches Produkt wohin gehört.

Von Das BarcoEquipado-Team Aktualisiert am 2 Min. Lesezeit

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Vergleich: schmiermittel und korrosionsschutz fürs boot auf Lager

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Warum Schmieren an Bord wichtig ist

Salzwasser, Feuchtigkeit und Sonne greifen bewegliche Teile und elektrische Verbindungen an. Eine trockene Winsch, ein festgefressenes Schloss oder ein korrodierter Kabelschuh sind vermeidbare Probleme. Schmiermittel verringert die Reibung und verdrängt Wasser; Korrosionsschutz hinterlässt einen Film, der das Metall vor Salz schützt. Ein Universalprodukt gibt es nicht: Was für ein Scharnier taugt, ist für ein belastetes Lager oder einen elektrischen Kontakt ungeeignet.

Produktarten und ihr Zweck

ProduktWirkungEinsatzort
KriechölLöst festgerostete oder festgefressene Schrauben und TeileSchrauben, Beschläge, Schäkel, Verschlüsse
Marine-KorrosionsschutzsprayBildet einen wasserverdrängenden Schutzfilm auf MetallAußenborder, Kabel, Beschläge, Sicherungskästen
PTFE- oder SilikonspraySaubere Trockenschmierung, zieht keinen Schmutz anFührungen, Reißverschlüsse, Blöcke, Schlösser
MarinefettSchwere Schmierung, auswaschfestWinschen, Ankerwinden, Lager, Propeller, Gewinde
Dielektrisches FettIsoliert und schützt elektrische Kontakte vor FeuchtigkeitStecker, Batteriepole, Lampenfassungen, Steckdosen
Antiseize-PasteVerhindert das Festfressen von GewindenEdelstahlschrauben, Zündkerzen, Propeller, Außenbordschrauben

Tipp: Wenn Sie nur ein Produkt kaufen, dann ein Marine-Korrosionsschutzspray mit PTFE. Es deckt den Großteil der laufenden Wartung an Bord ab.

Wo Sie welches Mittel anwenden

  • Winschen und Ankerwinden: Marinefett auf die Zahnräder und leichtes Öl auf die Klinken, gemäß Herstellerangaben; Öl und Fett nicht ungeprüft mischen.
  • Schlösser, Scharniere und Verschlüsse: PTFE- oder Silikonspray; schweres Öl meiden, es zieht Sand und Salz an. Siehe auch Edelstahl-Scharniere und Verschlüsse, falls Ersatz nötig ist.
  • Elektrische Verbindungen: dielektrisches Fett an Außenbord-Steckern, Positionslichtern und Batteriepolen, nie auf spannungsführende Kontakte ohne Trennen.
  • Edelstahlgewinde: Antiseize auf Edelstahlschrauben und -bolzen, die in Edelstahl oder Aluminium geschraubt werden, gegen Fressen.
  • Außenborder: Korrosionsschutzspray auf Block und freiliegende Kabel nach jedem Salzwassereinsatz; das Öl im Kurbelgehäuse ist ein anderes Thema, siehe das passende Außenbordöl.
  • Messer und Werkzeug: Ein Tropfen leichtes Öl schützt Seglermesser und Zangen in der Backskiste.

Richtig auftragen

  1. Teil mit einem Lappen oder einem Edelstahlreiniger bei Flugrost reinigen und trocknen.
  2. Dünn auftragen; Überschuss zieht Schmutz an und tropft auf den Gelcoat.
  3. Teil mehrmals bewegen, damit das Produkt in die Mechanik eindringt.
  4. Überschuss abwischen, besonders an Deck, wo Schmiermittel die Fläche rutschig machen kann.
  5. Im vom Hersteller empfohlenen Intervall wiederholen, mindestens zu Saisonbeginn und -ende.

Achtung: Sprühen Sie kein Schmiermittel auf Deck, Antirutschflächen oder in die Nähe von Winschbremsen. Ein öliges Deck ist eine Sturzgefahr, und Schmiermittel auf einer Reibfläche verhindert, dass die Bremse greift.

Typische Fehler

  • Einen Universalentfetter als Schmiermittel nutzen: Er löst, schützt aber nicht; danach braucht es einen Schutzfilm.
  • Silikon bei Lack- und Klebearbeiten verwenden: Silikon verunreinigt Flächen, die später lackiert oder geklebt werden; planen Sie Dichtmassen ein, sprühen Sie dort kein Silikon.
  • Elektrische Verbindungen vergessen: Korrosion an einem Stecker verursacht mehr Ausfälle als viele mechanische Defekte.
  • Dosen im Motorraum lagern: Hitze schadet dem Treibmittel, und die Dosen rosten.

Für die übrige Wartungsausrüstung bündelt das Werkzeugset an Bord das Wichtigste. Die Produkte oben wurden nach Datenblatt und verifizierten Bewertungen ausgewählt, nicht nach eigenen Tests.

Häufige Fragen

Welches Schmiermittel nehme ich fürs Boot?+

Das hängt vom Bauteil ab: Kriechöl zum Lösen, PTFE- oder Silikonspray für Schlösser und Führungen, Marinefett für Winschen und Lager, dielektrisches Fett für elektrische Kontakte und Antiseize für Edelstahlgewinde.

Ist WD-40 fürs Boot geeignet?+

Es eignet sich zum Lösen von Teilen und zum Verdrängen von Feuchtigkeit, ist aber kein dauerhaftes Schmiermittel oder Schutz. Danach sollten Sie ein Marinefett oder einen Korrosionsschutz mit stabilem Film auftragen.

Wofür braucht man dielektrisches Fett?+

Es schützt elektrische Verbindungen vor Wasser und Salz und verhindert Korrosion. Es wird auf Stecker, Batteriepole und Lampenfassungen aufgetragen, je nach Produktanleitung vor oder nach dem Verbinden.

Wie oft sollte ich das Boot schmieren?+

Mindestens zu Beginn und am Ende jeder Saison sowie nach Törns mit viel Salzwasser oder Gischt. Winschen, Schlösser und elektrische Verbindungen profitieren am meisten.

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