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Vergleich: kraftstofftanks für außenborder auf Lager
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Welches Volumen brauchen Sie?
Die alte Seemannsregel gilt auch für den Kraftstoff: ein Drittel für die Hinfahrt, ein Drittel für die Rückfahrt und ein Drittel Reserve. Zur Berechnung schätzen Sie den Verbrauch bei Ihrer Reisegeschwindigkeit und multiplizieren ihn mit der geplanten Fahrzeit.
Der tatsächliche Verbrauch hängt von Motor, Beladung und Rumpf ab. Als sehr grobe Orientierung verbraucht ein Außenborder bei Vollgas etwa 0,2 bis 0,3 Liter pro Stunde und PS, bei Reisefahrt deutlich weniger. Maßgeblich ist das Handbuch Ihres Motors.
| Motorleistung | Richtwert Tankgröße | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 2,5-6 PS | Integriert (1-2 L) oder mobil 5-12 L | Beiboot-Motor, kurze Ausfahrten |
| 8-20 PS | 12-25 L | Schlauchboot, Angelboot, Tagestouren |
| 25-60 PS | 25-50 L (oder fest) | Festrumpfschlauchboot, offenes Boot |
| Über 60 PS | Fester Tank empfohlen | Größere Boote |
Tipp: Zwei Tanks mit je 12 Litern sind besser als einer mit 25: Sie sind leichter, einhändig tragbar und bieten eine echte Reserve, falls einer ausfällt.
Material: Kunststoff oder Metall
- Polyethylen hoher Dichte (HDPE): am weitesten verbreitet. Leicht, rostfrei und beständig gegen Salzwasser. Die übliche Wahl für mobile Außenborder-Tanks.
- Edelstahl oder Aluminium: schwerer und teurer, vor allem für fest eingebaute Tanks unter der Konsole. Sehr langlebig.
Bei E10-Benzin (mit Ethanol) sollte der Kunststoff vom Hersteller ausdrücklich für Kraftstoff vorgesehen sein, kein beliebiger Kanister. Soll der Tank Benzin aufnehmen, achten Sie darauf, dass der Hersteller ihn dafür angibt.
Anschlüsse, Schlauch und Primerball
Ein Tank nützt nichts, wenn der Anschluss nicht an Ihren Motor passt. Die Hersteller verwenden unterschiedliche Systeme:
- Jeder Hersteller (Yamaha, Mercury, Tohatsu, Suzuki und andere) verwendet seinen eigenen Schnellkuppler.
- Innerhalb einer Marke kann er je nach Modell oder Baujahr abweichen.
Am einfachsten kaufen Sie ein Set aus Tank, Schlauch, Primerball und Anschluss für Ihre Marke oder einen Ersatzschlauch mit passendem Stecker, wenn Sie schon einen Tank haben. Prüfen Sie auch Schlauchdurchmesser und Schellen.
Achtung: Passt der Anschluss nicht, improvisieren Sie nicht mit selbstgebauten Adaptern. Ausgelaufenes Benzin in einem geschlossenen Raum ist eine Brandgefahr.
Woran Sie einen guten Tank erkennen
- Verschluss mit Entlüftungsventil, das sich für den Transport schließen und im Betrieb öffnen lässt.
- Stabiler Griff, der auch bei vollem Tank nicht bricht.
- Füllstandsanzeige (Sichtfenster oder Schwimmer), damit der Tank nicht überraschend leer ist.
- Große Öffnung oder Einfüllstutzen, um ohne Verschütten zu füllen.
- Flacher, standsicherer Boden, damit der Tank im Cockpit nicht umkippt.
Sicher tanken und lagern
- Tanken Sie immer bei abgestelltem Motor und ohne zu rauchen. Füllen Sie mobile Tanks möglichst an Land, nicht im Boot.
- Halten Sie die Zapfpistole in Kontakt mit dem Tank, um Funken durch statische Aufladung zu vermeiden.
- Nicht bis zum Rand füllen: Lassen Sie Platz für die Ausdehnung (etwa 5 %).
- Entlüftung beim Transport schließen und beim Anschluss an den Motor öffnen.
- Lagern Sie den Tank an einem belüfteten, schattigen Ort fern von Wärmequellen.
- Sichern Sie den Tank während der Fahrt mit einem Gurt gegen Verrutschen.
Verwenden Sie nur für Kraftstoff zugelassene Behälter und beachten Sie die Vorschriften Ihres Hafens und Landes zu Transport und Lagerung von Benzin. Fährt Ihr Motor mit 2-Takt-Gemisch, finden Sie Hilfe bei der Ölwahl unter Öl für Außenborder.
Pflege und Lagerung
Benzin altert innerhalb weniger Wochen, E10 noch schneller, da es Feuchtigkeit aufnimmt. So vermeiden Sie Ärger:
- Lagern Sie Benzin nicht von einer Saison in die nächste. Falls unvermeidlich, geben Sie einen Kraftstoffstabilisator zu.
- Tank vor der Winterpause leeren oder auf Minimum fahren und Stabilisator beigeben. Mehr dazu unter Boot winterfest machen.
- Schlauch und Primerball prüfen: Risse, Verhärtung oder undichte Anschlüsse.
- Außenseite und Anschlüsse bei Salzwasserkontakt mit Süßwasser abspülen.
- Kraftstofffilter nach Herstellerangaben wechseln.
Springt der Motor nach der Standzeit nicht an, ist alter Kraftstoff einer der ersten Verdächtigen. Die weitere Checkliste finden Sie unter Außenborder springt nicht an.
Häufige Fehler
- Einen Tank kaufen, ohne zu prüfen, ob der Anschluss zum Motor passt.
- Haushalts- oder Wasserkanister für Benzin verwenden.
- Den Tank in der Sonne an Deck stehen lassen, ohne kontrollierte Entlüftung.
- Im Boot tanken, solange der Motor noch heiß ist.
- Den Tank nicht sichern: Ungesichert kann er bei Seegang umkippen und Kraftstoff verschütten.
Häufige Fragen
Welche Tankgröße braucht ein Außenborder?
Das hängt vom Motor und der Fahrzeit ab. Rechnen Sie mit der Drittel-Regel: ein Drittel hin, ein Drittel zurück, ein Drittel Reserve. Für Motoren von 8 bis 20 PS sind 12 bis 25 Liter üblich.
Passt jeder Tank an jeden Außenborder?
Nein. Der Tank braucht den passenden Anschluss für Marke und Modell, und der Schlauch mit Primerball muss zum Einlass Ihres Motors passen. Prüfen Sie die Kompatibilität vor dem Kauf.
Wie lange kann ich Benzin im Tank lagern?
Ohne Stabilisator nur wenige Wochen, vor allem bei ethanolhaltigem Benzin. Für längere Lagerung einen Kraftstoffstabilisator zugeben und den Tank gefüllt, geschlossen und kühl aufbewahren.
Ist es sicher, den mobilen Tank an Bord zu befüllen?
Besser ist das Befüllen an Land. Ist das nicht möglich, tanken Sie bei kaltem, abgestelltem Motor, ohne zu rauchen, mit dem Tank auf einer stabilen Fläche und vermeiden Verschüttetes an Deck oder in der Bilge.