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Schlauchboote, Kajaks & Fun

Schlauchboot als Beiboot: Kaufberatung nach Boot und Einsatzzweck

Ein gutes Beiboot bringt Sie sicher vom Ankerplatz an Land. Achten Sie auf Material, Bodentyp, zulässige Motorleistung und das Gewicht fürs Verstauen.

Von Das BarcoEquipado-Team Aktualisiert am 3 Min. Lesezeit

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So wählen Sie ein Schlauchboot als Beiboot

Das Beiboot ist das «Auto» Ihrer Yacht: Es bringt Sie vom Ankerplatz an Land, hilft beim Ausbringen des Ankers und fährt Sie zum Angeln oder Tauchen. Beantworten Sie vor dem Modellvergleich drei Fragen: Wo wollen Sie es verstauen, wie viele Personen und wie viel Gepäck transportieren Sie, und fahren Sie mit Riemen oder Motor?

Ein zu großes Beiboot passt weder aufs Deck noch in die Heckgarage; ein zu kleines macht nass und wird bei etwas Welle unsicher. Auf den meisten Freizeitbooten ist eine Länge zwischen 2,3 und 3,2 Metern der beste Kompromiss.

Länge, Tragfähigkeit und maximale Motorleistung

Das Typenschild des Herstellers (oder die Produktbeschreibung) nennt Personenzahl, maximale Zuladung und höchstzulässige Motorleistung. Halten Sie diese Grenzen immer ein: Sie gehören zur CE-Zulassung und sind für Ihre Versicherung wichtig.

BootslängeÜbliche PersonenzahlEmpfohlener Einsatz
2,0-2,4 m2Rudern oder Elektromotor, kurze Wege am Ankerplatz
2,5-2,9 m2-3Vielseitiges Beiboot, Motor mit 2-5 PS
3,0-3,5 m3-4Familie, Angeln und Tauchen, Motor mit 5-15 PS
Über 3,5 m4-6Freizeit- oder Tenderboot; braucht Trailer oder Davits

Gewicht, Stauraum und Handling

Denken Sie auch an das Gewicht und daran, wie das Beiboot an Bord kommt. Ein Beiboot von etwa 2,6 Metern wiegt je nach Boden und Material zwischen 25 und 45 kg. Sie werden es oft hieven, zu Wasser lassen und schleppen, manchmal bei Welle und mit bewegtem Schiff. Wer allein oder zu zweit segelt, achtet vor allem aufs Gewicht. Eine Tragetasche mit Griffen oder Rollen, stabile Haltegriffe an den Schläuchen und eine gute Schleppleine mit Bridle, damit es hinter dem Heck nicht ausschert, erleichtern den Alltag erheblich.

Material: PVC oder Hypalon

Die Schläuche bestehen aus PVC-beschichtetem Gewebe oder aus Hypalon (CSM) mit Neopren. PVC ist am verbreitetsten: leicht, günstiger und mit speziellen Klebstoffen reparierbar. Hypalon widersteht Sonne und Abrieb besser und hält in sonnigen Regionen länger, kostet aber deutlich mehr.

  • PVC mit 0,9 bis 1,2 mm: ausreichend für ein gelegentlich genutztes Beiboot.
  • Verschweißte Nähte: in der Einstiegsklasse besser als geklebte; sie lösen sich bei Hitze nicht.
  • Getrennte Luftkammern: mindestens zwei oder drei, damit ein Loch das Boot nicht versenkt.

Bodentyp

  • Lattenboden aus Holz oder Aluminium: lässt sich zerlegen und mit den Schläuchen aufrollen. Am einfachsten zu verstauen, aber etwas weniger steif.
  • Aluminiumboden: steif, stabil und gutes Fahrverhalten mit Motor; schwerer und gefaltet sperriger.
  • Luftboden (Air-Deck oder Hochdruck): sehr leicht und kompakt, ideal für eine kleine Segelyacht, verlangt aber eine gute Pumpe.
  • Starrer GFK-Rumpf (RIB): bestes Fahrverhalten und höchste Stabilität, lässt sich aber nicht falten: Davits oder Badeplattform sind nötig.

Tipp: Lagern Sie es luftleer in einer Backskiste, zählen Gewicht und Packmaß. Hängt es dauerhaft in Davits, lohnt sich ein fester Boden oder ein RIB.

Motor, Riemen und unverzichtbares Zubehör

Für kurze Strecken genügt ein Elektro-Außenborder, leise und ohne Benzin an Bord. Für größere Distanzen ist ein Motor mit 2 bis 6 PS (Zwei- oder Viertakt) vielseitiger. Prüfen Sie, ob der Spiegel einen Kurzschaft-Motor aufnimmt und ob Sie eine passende Motorhalterung oder Davits haben, falls Sie das Beiboot am Heck hängen.

Außer dem Motor gehören dazu:

  • Riemen aus Aluminium oder Kunststoff mit Dollen.
  • Eine doppeltwirkende Handpumpe oder eine 12-V-Elektropumpe mit Manometer.
  • Ein kleiner Anker und eine Bugleine von mindestens 10 Metern.
  • Eine Rettungsweste für jede Person an Bord und eine wasserdichte Taschenlampe.

Achtung: Überschreiten Sie nie die maximale Motorleistung auf dem Typenschild. Ein zu starker Motor macht das Beiboot instabil und kann den Spiegel ausreißen.

Pflege und typische Fehler

Sonne, Salz und Abrieb sind die Feinde jedes Schlauchboots. Spülen Sie es nach jeder Fahrt mit Süßwasser ab, lassen Sie es vor dem Zusammenlegen trocknen und lagern Sie es kühl und gut belüftet. Prüfen Sie vor dem Ablegen den Druck: Wärme erhöht ihn, Kälte senkt ihn, passen Sie ihn also der Temperatur an.

Häufige Fehler: das Boot über Felsen oder Beton ziehen, es in der prallen Sonne auf Maximaldruck aufpumpen, die Ventilkappen vergessen und es den ganzen Sommer ohne Abdeckung in der Sonne liegen lassen. Bei einem Loch lohnt sich ein Flickset: Wie das geht, erklären wir in Schlauchboot reparieren.

Häufige Fragen

Welche Größe Beiboot brauche ich für meine Yacht?+

Für die meisten Segelyachten und Motorboote reichen 2,3 bis 3,2 Meter. Entscheiden Sie nach dem verfügbaren Stauraum und der Zahl der Personen, die mitfahren sollen.

PVC oder Hypalon beim Schlauchboot?+

PVC ist leichter und günstiger und passt für den saisonalen Einsatz. Hypalon verträgt Sonne und Abrieb besser und lohnt sich, wenn das Boot das ganze Jahr in einer sonnigen Region im Freien liegt.

Welchen Motor darf ich an mein Schlauchboot hängen?+

Höchstens die auf dem Typenschild angegebene Motorleistung. Für kurze Strecken reicht ein Elektromotor; für mehr Reichweite sind 2 bis 6 PS der übliche Kompromiss.

Wie lagere ich ein Beiboot im Winter?+

Mit Süßwasser abspülen, vollständig trocknen lassen und halb aufgepumpt oder locker gefaltet kühl, trocken und nagetiersicher aufbewahren. Direkte Sonne und scharfe Knicke vermeiden.

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